Welchen zusätzlichen Nutzen bietet ein Network Management System, wenn eine GWA-Software die Smart Meter Gateways bereits administriert?
Für Anbieter von GWA-Software und Systemintegratoren, die GWA-, NMS- und Servicesysteme verbinden, kommt es zunächst darauf an, welche Betriebsfragen die vorhandenen Systeme beantworten. Eine GWA-Plattform meldet beispielsweise einen fehlgeschlagenen Administrationsprozess. Dem Support fehlen jedoch möglicherweise die Daten des Kommunikationsmoduls, um den Fehler einzugrenzen.
Ein ergänzendes NMS kann diese Lücke schließen. Es erweitert die vorhandene Prozesssicht um unterstützte Kommunikationsdiagnostik und freigegebene Fernverwaltungsfunktionen.
Erfahren Sie wie Coiote NMS diese Aufgaben unterstützt:
Die hier beschriebene Architektur setzt kompatible WAN-Kommunikationsmodule voraus, die Managementdaten über LwM2M bereitstellen. Der zusätzliche Nutzen hängt davon ab, welche Funktionen die Module unterstützen und welche Informationen im bestehenden GWA- und Serviceumfeld fehlen.
GWA-Software unterstützt die sichere Ausführung und Nachverfolgung der Gateway-Administration. Je nach Produkt bietet sie auch Funktionen zur Überwachung und Diagnose der Kommunikation.
Der erste Schritt besteht deshalb darin, die vorhandenen Funktionen zu prüfen und festzustellen, wo zusätzliche Informationen aus dem Kommunikationsmodul helfen würden.
Die GWA-Plattform kann beispielsweise anzeigen, dass ein Administrationsprozess fehlgeschlagen ist. Ein NMS ergänzt Informationen zur Mobilfunkverbindung, zur Empfangsqualität im betreffenden Zeitraum oder zu den Ergebnissen bisheriger Fernprüfungen. Zusammen helfen diese Informationen dem Support, den nächsten Untersuchungsschritt festzulegen.
Eine mögliche Aufgabenverteilung zeigt die folgende Tabelle:
| Aufgabe | GWA-Software | LwM2M-basiertes NMS | Servicemanagementsystem |
|---|---|---|---|
| Gateway-Administration | Steuert und dokumentiert die Prozesse | Liefert ergänzende Informationen zur Kommunikation | Übernimmt relevante Statusinformationen |
| Diagnose des Kommunikationsmoduls | Nutzt vorhandene Diagnoseinformationen | Erfasst und speichert unterstützte Telemetriedaten | Stellt ausgewählte Informationen für die Bearbeitung bereit |
| Fernmaßnahmen | Steuert Maßnahmen im Rahmen der Gateway-Administration | Führt unterstützte und freigegebene Aktionen am Kommunikationsmodul aus | Dokumentiert die Maßnahmen im Servicefall |
| Störungsbearbeitung | Liefert Prozessinformationen | Liefert Geräteereignisse, Diagnosedaten und Aktionsergebnisse | Verwaltet Tickets, Zuständigkeiten und Eskalationen |
| Entscheidung über einen Technikereinsatz | Liefert den Prozessstatus | Ergänzt Diagnosedaten für die Einsatzentscheidung und mögliche Fernmaßnahmen | Koordiniert Disposition und Nachbearbeitung |
Die Tabelle zeigt eine mögliche Aufgabenverteilung, die an die eingesetzten Produkte angepasst werden muss. Bei der Integration sollte festgelegt werden, welches System die jeweiligen Informationen führt und wie die beteiligten Teams darauf zugreifen.
Die Arbeiten der DKE zum Netzwerkmanagement beziehen sich auf WAN-Komponenten, darunter SMGW-Kommunikationsmodems außerhalb des Target of Evaluation. Dieser Begriff bezeichnet den bei der Sicherheitsbewertung geprüften Systemumfang. Die Abgrenzung verdeutlicht den Unterschied zwischen Modulmanagement und Gateway-Administration. Berechtigungen und zulässige Maßnahmen müssen weiterhin innerhalb der Sicherheitsarchitektur des Betreibers festgelegt werden. DKE/AK 461.0.144 Netzwerkmanagement
Ein gemeinsames Datenmodell kann den Aufwand verringern, Informationen unterschiedlicher Kommunikationsmodule auszuwerten.
Ein Beispiel ist das im OMA-Register hinterlegte LwM2M Object 10511 „Cellular Connectivity Diagnostics“. Es definiert unter anderem Angaben zum Mobilfunkbetreiber, zur aktuell genutzten Funkzelle und zu Signalwerten.
Die Implementierung des Objekts ist optional. Welche Messwerte tatsächlich verfügbar sind, hängt von der Umsetzung durch den Hersteller ab. Das Objekt stellt Diagnosedaten bereit. Konfigurationsänderungen und weitere Fernmaßnahmen erfordern zusätzliche Funktionen des Kommunikationsmoduls. OMA-Register: Object 10511
Für Anbieter von GWA-Software entsteht dadurch die Möglichkeit, vergleichbare Kommunikationsdaten neben einem fehlgeschlagenen Prozess anzuzeigen. Systemintegratoren erhalten eine gemeinsame Grundlage, um unterstützte Gerätedaten aus dem NMS in die GWA-Plattform und bestehende Servicesysteme einzubinden.
Die Geräte unterscheiden sich weiterhin in ihrem Datenumfang, der Meldehäufigkeit und den unterstützten Aktionen. Diese Unterschiede müssen bei der Integration berücksichtigt werden.
Angenommen, ein Administrationsprozess schlägt bei einem SMGW wiederholt fehl.
Die GWA-Plattform liefert das Prozessergebnis und die verfügbaren Fehlerinformationen. Über die Integration mit dem NMS kann der Support zusätzlich den Zustand des zugehörigen Kommunikationsmoduls im betreffenden Zeitraum und die Ergebnisse bisheriger Fernprüfungen einsehen.
Hat sich die gemeldete Empfangsqualität im gleichen Zeitraum verschlechtert, gibt es einen Anlass, die Verbindung genauer zu untersuchen. Erscheinen die verfügbaren Kommunikationsdaten stabil, kann sich das Team zunächst mit dem Prozess, der Gateway-Konfiguration oder dem Backend befassen.
Aus diesen Beobachtungen allein lässt sich die Ursache noch nicht ableiten. Sie schaffen jedoch einen besseren Ausgangspunkt und reduzieren die wiederholte Informationssuche zwischen Teams.
Das gilt auch für Störungen, die mehrere Geräte betreffen. Hinweise auf ein übergeordnetes Kommunikationsproblem können dafür sprechen, zunächst zentral zu prüfen, bevor Techniker an einzelne Standorte geschickt werden. Ferndiagnose kann zudem helfen, bestimmte Fälle ohne Vor-Ort-Einsatz zu lösen oder einen notwendigen Einsatz besser vorzubereiten und Zweitanfahrten zu reduzieren.
Während eines Verbindungsausfalls stehen möglicherweise nur der zuletzt gemeldete Zustand und historische Daten zur Verfügung. Die verwendeten Informationen sollten deshalb erkennen lassen, wie aktuell sie sind. Der Zeitpunkt, zu dem eine Auffälligkeit erkannt wurde, muss vom tatsächlichen Beginn der Störung unterschieden werden.
Eine Integration schafft Mehrwert, wenn die zusätzlichen technischen Informationen die nächste Entscheidung erleichtern. Drei Punkte sollten früh festgelegt werden.
Ein NMS-Ereignis muss dem richtigen SMGW, Kunden und gegebenenfalls Servicefall zugeordnet werden können. Dafür benötigen die Teams eine verlässliche Zuordnung zwischen Gateway und Kommunikationsmodul. So können sie die Informationen nutzen, ohne Gerätekennungen manuell abgleichen zu müssen.
Die GWA-Plattform muss nicht jeden einzelnen Signalwert speichern. Ein erster Integrationsschritt zwischen GWA-Software und NMS kann eine Ereignisübersicht, die zuletzt verfügbaren relevanten Diagnosedaten und einen Verweis auf die Gerätehistorie bereitstellen.
Der passende Umfang hängt vom Arbeitsablauf ab. Für manche Fälle reichen eine Warnmeldung und ergänzende Informationen. Andere erfordern einen längeren Diagnoseverlauf.
Es sollte klar sein, welches Team einen Fall untersucht und welche Maßnahmen es durchführen darf. Das NMS liefert Geräteereignisse und Diagnoseinformationen. Das Servicemanagementsystem übernimmt die Ticketbearbeitung, die Zuweisung an das zuständige Team und erforderliche Eskalationen.
Für die hier beschriebene Kommunikationsdiagnostik werden keine Verbrauchsdaten benötigt. Der Zugriff kann auf die Geräteinformationen und Managementfunktionen begrenzt werden, die für den vereinbarten Ablauf erforderlich sind.
Anbieter von GWA-Software und Systemintegratoren können den Nutzen zusätzlicher Diagnostik prüfen, bevor sie eine umfassende gemeinsame Benutzeroberfläche entwickeln.
Ein praktischer Einstieg ist ein wiederkehrender Prozessfehler oder ein häufiges Kommunikationsproblem. Dabei sollten sie klären:
Ein erster Schritt könnte darin bestehen, einen fehlgeschlagenen GWA-Prozess um die passenden Kommunikationsdaten aus dem NMS zu ergänzen. Fernmaßnahmen können später hinzukommen, wenn sie auf den betreffenden Geräten unterstützt werden, sinnvoll und freigegeben sind.
Ein solcher Einstieg macht auch den Integrationsaufwand besser einschätzbar. APIs bilden die Grundlage. Die Gerätezuordnung, Berechtigungen, Ereignisverarbeitung und laufende Pflege der Schnittstellen erfordern weiterhin Arbeit.
Ein spezialisiertes NMS kann den Entwicklungs- und Pflegeaufwand für eigene Kommunikationsdiagnostik über mehrere Hersteller hinweg verringern.
Die möglichen Vorteile sind konkret:
Der zusätzliche Nutzen sollte anhand der vorhandenen GWA-Software und der tatsächlichen Arbeitsabläufe geprüft werden. Bietet die GWA-Plattform bereits die erforderlichen Informationen und Funktionen, muss ein ergänzendes NMS einen weiteren betrieblichen Vorteil nachweisen.
SMGW- und Kommunikationsmodulhersteller beeinflussen unmittelbar, welche Informationen und Aktionen verfügbar sind. Entscheidend ist die LwM2M-Implementierung des jeweiligen Kommunikationsmoduls.
Eine klare Dokumentation und die Prüfung der vorgesehenen Abläufe helfen Anbietern von GWA-Software und Systemintegratoren, den tatsächlich unterstützten Umfang zu bestimmen. So werden keine Funktionen zugesagt, die nur auf einem Teil der eingesetzten Geräte verfügbar sind.
Die entscheidende Frage lautet deshalb, welche Daten und freigegebenen Fernmaßnahmen für das jeweilige Gerät und seinen Firmwarestand bereitstehen.
Coiote IoT Device Management von AVSystem kann kompatible LwM2M-Geräte verwalten, darunter unterstützte SMGW-Kommunikationsmodule. Die Plattform erfasst die bereitgestellten Daten und unterstützt Abläufe für das Gerätemanagement. Über Schnittstellen lassen sich ausgewählte Informationen mit GWA-Software, ITSM und weiteren Serviceplattformen teilen.
In der hier beschriebenen Architektur ergänzt Coiote die vorhandene GWA-Prozesssicht um Informationen aus dem Kommunikationsmodul. Die GWA-Plattform unterstützt weiterhin die Gateway-Administration. Das Servicemanagementsystem koordiniert Tickets, Zuständigkeiten und Außendiensteinsätze.
Damit können Anbieter von GWA-Software und Systemintegratoren ihren Nutzern die Entscheidung über den nächsten Schritt erleichtern. Dazu gehört auch die Einschätzung, ob eine Ferndiagnose ausreicht oder ein Technikereinsatz erforderlich ist.
Der Einstieg kann mit dem Austausch ausgewählter Geräteinformationen beginnen. Unterstützte Fernmaßnahmen können den Umfang erweitern, wenn sie einen zusätzlichen Nutzen bieten.
Geeignete Kennzahlen sind beispielsweise:
Entwickeln Sie GWA-Software oder integrieren Sie GWA-Systeme? Erfahren Sie, wie Coiote NMS Ihre bestehenden Serviceprozesse um Kommunikationsdiagnostik ergänzt. Beginnen Sie mit den Geräten und wiederkehrenden Prozessfehlern, die für Ihre Kunden besonders relevant sind.